Bauer Unser

Ein Film von Robert Schabus

ProduktionProduktion / Release

Dokumentation
Austria
2016
92min
IMDB-Rating: 7.8/10
Alterskategorie: 0/0
Kinostart CH-D: 11.05.2017
Kinostart CH-F: no release
Kinostart CH-I: no release

Synopsis DESynopsis DE

„Wachse oder weiche“ – Über Jahrzehnte war Österreichs Landwirtschaft geprägt von diesem Leitspruch. 1970 ernährte ein Bauer in Österreich 12 Menschen. 2016 kommen auf jeden Landwirten 80 Menschen. In Deutschland sind es 145 Menschen. Tausende Bauern haben aufgegeben oder wirtschaften heute im Nebenerwerb. Die verbliebenen sind gewachsen, haben sich spezialisiert, ihre Produktion intensiviert, investiert. Doch selbstbestimmte Bauern sind selten geworden.

Ein einst stolzer Stand steckt in einem System aus Zwängen, Abhängigkeiten und Propaganda, dem auch die offizielle EU-Politik zuarbeitet. Selbst die Bezeichnung „Landwirt“ ist in vielen Fällen nicht mehr ganz zutreffend, weil viele Bauern Fläche in Form von billigen Futtermitteln zusätzlich zu den selbst angebauten importieren (müssen). „Die ganzen österreichischen Schinken sind in Wahrheit Brasilianer, weil an die Schweine brasilianisches Soja verfüttert wird,“ erklärt Benedikt Haerlin von der deutschen Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Immer wieder lässt Regisseur Robert Schabus ihn und andere Agrarexperten in „Bauer unser“ zu Wort kommen. Der Dokumentarfilm zeigt gleichermassen ungeschönt wie unaufgeregt wie es auf Österreichs Bauernhöfen zugeht. Schabus bleibt vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage. „Viel besser kann ich nicht mehr werden“, bekennt einer, vor der Schaltzentrale, mit der er seinen weitgehend automatisierten Schweinemaststall managt. Effizient ist unser Agrarsystem allerdings nicht: 40 Prozent der derzeit weltweit in der Landwirtschaft produzierten Kalorien werden verschwendet oder gehen irgendwo auf dem Weg zwischen Produzenten und Konsumenten verloren. Laut der Ernährungs- und Landwirtschafts-organisation der Vereinten Nationen (FAO) liessen sich derzeit global 12 Milliarden Menschen ernähren – ohne radikale Umstellungen. Einfach nur durch eine nachhaltigere Verteilung und Nutzung der Nahrungsmittel. „Bauer unser“ ist ein sehenswerter Film, der zeigt wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren.

Es sind keine rosigen Bilder und doch gibt es Momente der Hoffnung. Etwa wenn der Vorarlberger Gemüsebauer und Rinderzüchter Simon Vetter stolz darauf ist, ein Bauer zu sein, der seine Kunden kennt und der Entfremdung entgegenhält. Oder wenn die Weinviertler Bio- Schafzüchterin Maria Vogt händisch Schafe melkt und frohlockt: „Hey, es geht ja auch ganz anders!“ „Bauer unser“ ist ein Film, der Lust macht, dem Bauern ums Eck einen Besuch abzustatten, bewusst heimische Lebensmittel zu geniessen – und auch als Konsument das Bekenntnis abzulegen: „Bauer unser“.

TrailerTrailer

TRAILER 1 24.02.2017 900x506 17.22 MB

LinksLinks und Medien

Filminfos:
Netzwerk:
Soundtrack:
find soundtrack at cede.ch     find soundtrack at soundmedia.ch
Poster:

KerndatenKerndaten

1
01-bauerunser.jpg
2
02-bauerunser.jpg
3
03-bauerunser.jpg
M
bauerunser-poster-de.jpg
D
F
I
Synopsis:
Starts:

TitelvariantenTitelvarianten

Bauer Unser

BesuchertotalBesuchertotal Schweiz

CH:
1937

CH-D:
1937

Quelle: Procinema

VerleiherVerleiher

Frenetic Films
Lagerstr. 102
8004 Zürich
0041 44 488 44 00 (tel)
0041 44 488 44 11 (fax)
Homepage

ArtworksArtworks

bauerunser-poster-de.jpg

FilmstillsFilmstills

01-bauerunser.jpg
02-bauerunser.jpg
03-bauerunser.jpg
04-bauerunser.jpg
05-bauerunser.jpg
06-bauerunser.jpg
07-bauerunser.jpg
08-bauerunser.jpg
09-bauerunser.jpg
10-bauerunser.jpg
11-bauerunser.jpg

TextText

Array 31.03.2017 10:42 bauer-unser-presskit-de.pdf (1.33 MB)
Array 24.03.2017 10:19 bauerunser-eflyer-de.pdf (916.46 KB)
Array 24.02.2017 09:04 bauerunser-poster-de.pdf (11.43 MB)

CopyrightsCopyrights

Texte: © Frenetic Films
Bilder: © Frenetic Films