Salvador Allende

Ein Film von Patricio Guzmán

ProduktionProduktion / Release

Dokumentation
Belgium / Chile / France / Germany / Spain / Mexico
2004
100min
IMDB-Rating: 7.7/10
Kinostart CH-D: 25.11.2004
Kinostart CH-F: 23.02.2005
Kinostart CH-I: 13.05.2005

Synopsis DESynopsis DE

Der 11. September 1973 ist ein denkwürdiges Datum: An diesem Tag wurde in Chile durch den US-amerikanischen CIA der demokratisch gewählte Präsident Salvador Allende gestürzt, die Demokratie durch eine der brutalsten Militärdiktaturen des 20. Jahrhunderts ersetzt. Der Chilene Patricio Guzmán hat diese Zeit als junger Filmemacher erlebt und in mehreren Filmen thematisiert. Jetzt nähert er sich in einem sehr persönlichen und einfühlsamen Porträt der Figur Salvador Allendes, der zu den raren integren Persönlichkeiten auf dem politischen Parkett gehörte. Guzmán zeichnet mit eindrücklichem Bildmaterial den politischen Aufstieg Allendes bis hin zum Selbstmord vor dreissig Jahren nach.

"Ein Land ohne dokumentierte Geschichte ist wie eine Familie ohne Familienfoto. Eine inhaltslose Erinnerung", sagt Patricio Guzmán. Und man möchte diesen Ausspruch angesichts des Schicksals von Salvador Allende und der gegenwärtigen Weltlage ergänzen: Eine Welt ohne dokumentierte Geschichte ist wie eine Familie ohne Familienfoto. Denn was sich 1973 in Chile ereignete spielt sich derzeit anderswo wieder ab: Die Einmischung wirtschaftlicher und militärstrategischer Interessen der USA in andere souveräne Länder. Zum Eindrücklichsten in diesem Film gehören sicher die Äusserungen des US-Botschafters von Santiago anfangs der 70er Jahre, der zurückblick und schildert, wie systematisch die Demokratie zunächst gestört und dann mit Waffengewalt vernichtet wurde. Am Ende wurde sogar der eigene Botschafter übergangen.

Im Zentrum von Guzmáns Film steht aber mit Salvador Allende ein Politiker, der sich mit seinem ganzen Leben dem Wohl seines Volkes gewidmet hat, der kein Dogmatiker war und ein offenes Ohr hatte für die Menschen in seinem Land. Einige der Fotografien und Dokumente über den Präsidenten hatte dessen Amme über 17 Jahre lang in der Erde vergraben versteckt gehalten, weil die Häscher Pinochets Menschen und Material vernichteten, um Erinnerungen auszulöschen und andere Ideen. Wie ein Archäologe begibt sich der Regisseur auf die Suche nach den Ruinen der Vergangenheit, nach den Mauern, auf denen das chilenische Volk damals seine revolutionären Ideen zum Ausdruck brachte und die heute unter einer dicken Schicht des Vergessens liegen.

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Salvador Allende

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Quelle: Procinema

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