Metropolitan Opera New York: Così fan tutte

Live aus der Metropolitan Opera New York

ProduktionProduktion / Release

Oper
USA
2017
211min
Kinostart CH-D: 31.03.2018
Kinostart CH-F: 31.03.2018
Kinostart CH-I: 31.03.2018

Synopsis DESynopsis DE

Erster Akt
Neapel am frühen Morgen im späten 18. Jahrhundert. Die beiden jungen Offiziere Ferrando und Guglielmo prahlen mit der Schönheit und Tugend ihrer Liebsten, den Schwestern Dorabella und Fiordiligi („La mia Dorabella“). Don Alfonso, ein älterer Herr und Freund der beiden Offiziere, beharrt darauf, dass der Anstand einer Frau vergleichbar ist mit dem arabischen Phönix – alle behaupten, dass er existiert, aber keiner hat ihn je gesehen („È la fede delle femmine“). Er schlägt eine Wette um einhundert Zechinen vor: Wenn sie ihm einen Tag lang Zeit geben und alles tun, was er verlangt, will er ihnen beweisen, dass die Schwestern wie alle anderen Frauen sind – wankelmütig.
Die beiden jungen Männer stimmen Alfonsos Bedingungen bereitwillig zu und stellen sich schon freudig vor, wie sie den Gewinn ausgeben werden („Una bella serenata“).
Fiordiligi und Dorabella betrachten verzückt die Miniaturporträts von Guglielmo und Ferrando („Ah, guarda sorella“) und malen sich glücklich aus, dass sie bald verheiratet sein werden. Alfonsos Tagesplan beginnt damit, dass er mit schrecklichen Neuigkeiten zu ihnen kommt: Die jungen Offiziere sind zurück zum Regiment berufen worden. Die beiden Männer erscheinen, scheinbar untröstlich, und es kommt zu einer ausgedehnten Abschiedsszene („Sento, o dio“). Als die Soldaten gehen, wünschen ihnen die beiden Frauen und Alfonso eine gute Reise („Soave sia il vento“). Alfonso ist entzückt über seinen Plan und wähnt sich als sicherer Gewinner der Wette.
Despina beschwert sich gerade über die viele Arbeit, die ihr das Haus bereitet, als Fiordiligi und Dorabella, hereinplatzen. Die beiden sind noch ganz aufgebracht vom Weggang ihrer Verlobten, und Dorabella lässt ihren Gefühlen freien Lauf („Smanie implacabili“). Despinas Rat lautet, die alten Liebhaber mithilfe neuer zu vergessen. Alle Männer seien wankelmütig, sagt sie, und es nicht wert, dass eine Frau ihnen treu ist („In uomini, in soldati“). Die beiden Damen ärgern sich über Despinas Haltung zur Liebe und gehen fort. Alfonso kommt, um die nächste Etappe seiner Wette zu planen: Er überredet Despina, ihm zu helfen, den Mädchen zwei exotische Besucher, tatsächlich die verkleideten Ferrando und Guglielmo, vorzustellen, und ist erleichtert, dass sie die beiden Männer nicht wiedererkennt. Die Schwestern sind empört, fremde Männer in ihrem Haus vorzufinden. Die Neuankömmlinge verleihen ihrer Bewunderung für die Damen Ausdruck, indem jeder, wie von Alfonso geplant, um die Liebste des jeweils anderen wirbt. Die Mädchen weisen sie jedoch zurück. Fiordiligi vergleicht ihre Beständigkeit mit einem Fels in der Brandung („Come scoglio“). Die Männer sind zuversichtlich, die Wette zu gewinnen, aber Alfonso erinnert sie daran, dass der Tag noch jung ist. Ferrando erklärt wiederholt seine Leidenschaft für Dorabella („Un'aura amorosa“) und die beiden verschwinden, um auf weitere Anweisungen Alfonsos zu warten. Despina ist sich der Identität der Männer noch immer nicht bewusst und plant den Nachmittag mit Alfonso.
Die Schwestern klagen gerade über die Abwesenheit ihrer Liebsten, als die beiden „Fremden“ herein wanken und vorgeben, sich selbst vor Verzweiflung über die Ablehnung der Mädchen vergiftet zu haben. Die Schwestern rufen Despina, welche sie dazu anhält, sich um die Männer zu kümmern, während sie und Alfonso den Arzt holen. Despina tritt als Arzt verkleidet wieder ein und gibt vor, mit einem speziellen Magneten das Gift herauszuziehen. Sie verlangt dann von den Mädchen, dass diese die Patienten pflegen, bis diese sich erholt haben. Die Männer kommen wieder zu sich („Dove son?“) und erbitten sich Küsse. Als Fiordiligi und Dorabella durch diese erneuten Liebesbekundungen ins Wanken geraten, fangen die Männer an, sich Sorgen zu machen.

Zweiter Akt
Am Nachmittag hält Despina den Damen eine Standpauke über ihre Dickköpfigkeit und beschreibt, wie eine Frau mit Männern umgehen sollte („Una donna a quindici anni“). Dorabella lässt sich überzeugen, dass von einer kleinen Liebelei kein Schaden ausgehen kann, und Fiordiligi stimmt überraschenderweise zu. Sie entscheiden sich jeweils für einen Mann („Prenderò quel brunettino“), und beide wählen den ursprünglichen Liebsten der jeweils anderen, genau wie Alfonso geplant hatte.
Alfonso hat im Garten für die Schwestern ein romantisches Ständchen arrangiert, und nachdem er und Despina eine kurze Lektion im Werben gehalten haben, lassen sie die vier jungen Leute allein. Guglielmo, welcher um Dorabella wirbt, ersetzt erfolgreich ihr Porträt von Ferrando durch ein goldenes Herz („Il core vi dono“). Ferrando hat scheinbar weniger Glück bei Fiordiligi („Ah, lo veggio“); aber als sie allein gelassen wird, gibt sie schuldbewusst zu, dass er ihr Herz erwärmt hat („Per pietà“).
Als die Männer sich später gegenseitig von ihren Erlebnissen berichten, ist sich Ferrando sicher, dass sie die Wette gewonnen haben. Guglielmo ist zwar erfreut darüber, dass Fiordiligi ihm treu geblieben ist, weiss aber nicht, wie er Ferrando von Dorabellas Untreue berichten soll. Er zeigt seinem Freund das Porträt, das er Dorabella abgenommen hat, und Ferrando wird wütend. Guglielmo schiebt es auf das Wesen der Frauen („Donne mie, la fate a tanti!“), aber das tröstet seinen Freund nicht („Tradito, schernito“). Guglielmo bittet Alfonso, ihm seine Hälfte des Gewinns auszuzahlen, aber Alfonso erinnert ihn wiederum daran, dass der Tag noch nicht vorbei ist.
Fiordiligi rügt Dorabella für ihre Wankelmütigkeit, gibt aber schlussendlich zu, dass sie selbst dem Fremden verfallen ist. Dorabella bringt sie dazu, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, indem sie ihr sagt, dass die Liebe ein Dieb ist, der jene belohnt, die ihm gehorchen und alle anderen bestraft („È amore un ladroncello“). Fiordiligi entscheidet sich dazu, wegzulaufen und sich Guglielmo im Krieg anzuschliessen, aber Ferrando versucht, sie ein letztes Mal im Rahmen der Wette zu verführen, und ist erfolgreich.
Guglielmo ist wütend, aber Alfonso rät zur Vergebung: Frauen seien nun mal so, behauptet er, und ein Mann, der betrogen wurde, kann sich nur selbst die Schuld geben („Tutti accusan le donne“). Als es Nacht wird, verspricht er ihnen, eine Lösung für das Problem zu finden: Er plant eine Doppelhochzeit.
Despina tritt auf und verkündet einen eigenen Plan für eine Doppelhochzeit: Die zwei Schwestern haben beschlossen, die „Ausländer“ zu heiraten, und sie muss einen Notar für die Zeremonie finden. Alles ist für die Hochzeit vorbereitet, und Alfonso bringt den Notar – Despina in einer neuen Verkleidung – mit. Als Fiordiligi und Dorabella den Vertrag unterschreiben wollen, verkündet Marschmusik die Rückkehr des Regiments der früheren Liebsten. Die beiden Frauen verstecken panisch ihre Fast-Ehemänner und versuchen, sich vor der Rückkehr von Ferrando und Guglielmo zu beruhigen. Die beiden scheinbar erfreuten Soldaten kehren zurück, zeigen aber bald Besorgnis über das augenfällige Unbehagen der Damen. Als die Männer den Notar entdecken, flehen die Schwestern sie an, sie umzubringen. Ferrando und Guglielmo geben die Identität der „Ausländer“ preis. Despina erkennt, dass sie von Alfonso lediglich über die Hälfte der Scharade aufgeklärt wurde, und versucht zu entkommen. Alfonso sagt den Liebenden, sie sollen ihre Lektion lernen, und der Tag endet mit einer Hymne an den Verstand und die Aufklärung.

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